Lasst uns an den Fluss gehen! – Sommertour 2016

Citywalk in sechs Etappen: Raus mit Klaus
Mit der Wuppertaler Rundschau an der Wupper unterwegs
Die Wuppertaler Rundschau lädt in diesem Sommer ihre Leser, Bekannte, Freunde und Akteure von Partnerorganisationen zu einer Mehr-Etappen-Wanderung entlang der Wupper ein. Vom 15. Juli bis 23. August sind wir freitags wupperaufwärts unterwegs und starten an wechselnden Orten jeweils um 14 Uhr. Unterwegs informieren Fachleute über realisierte und geplante Projekte, die unser Wuppertal attraktiver machen.

Und für alle die Freitags noch arbeiten müssen: 
23. Juli 2016 von 14:00 bis 16:00 ein Spaziergang mit Dajana Meier vom Verein Neue Ufer Wuppertal e.V.

wupper

Wir holen die Wupper zurück in die Stadt!
Von Klaus-Günther Conrads

Viele Städte wurden an Flüssen gegründet, wie einst Barmen und Elberfeld. Am Rhein beispielsweise Köln und Düsseldorf. Während sich die rheinischen Metropolen mit ihrem Strom schmücken, hat Wuppertal mit der Wupper eher ein Imageproblem, das mit der Vergangenheit begründet wird, als sich unzählige Textilbetriebe, unter ihnen viele Färbereien, mit ihrer Rückfront an der Wupper ansiedelten und der „fleißige, dunkle, rote Fluss“ Abwässer abtransportieren musste. Noch heute erleben Touristen aus der Schwebebahn die Kehrseite der Stadt. Dagegen setzt die Stadt mit ihrem Strategiepapier „Wuppertal 2025“ den „Perspektivwechsel Wupper“.

Die „Lebensader Wupper“ wurde erstmals 1987 propagiert und das Jahrhundertprojekt aufs Handlungsgleis gesetzt. Damals war den Initiatoren klar, dass Verbesserungen nur etappenweise gelingen können, denn vielfach gehört das Wupperufer privaten Eigentümern. Es hat sich gezeigt, dass sich immer wieder Umgestaltungsmöglichkeiten ergeben, die genutzt wurden. Gegenwärtig wird die Wupper renaturiert, um vielfältige Fließgeschwindigkeiten zu erhalten und unterschiedliche Lebensbedingungen für Fische zu schaffen. Der Wupperverband arbeitet im Auftrag der Stadt Wuppertal und verbaut Fördermittel des Landes (80 Prozent).

Zur Projektgruppe gehören Stadt Wuppertal durch die Ressorts Umwelt und Grünflächen und Forsten, Fischerei-Genossenschaft, Wasser-/Landschaftsbehörde, Land, Eigentümer, Planungsbüro. Zuletzt wurde der Abschnitt Laaken-Heckinghausen renaturiert, in Kürze ist der Bereich Wupperfeld/Pfälzer Steg an der Reihe. Rund 8,5 Kilometer – also die Hälfte der „städtischen Wupper“ – sind bereits naturnah gestaltet

In den vergangenen zehn Jahren wurden neue Zugänge und Erlebnisorte geschaffen. Ein neuer, ursprünglicher Betriebszugang im Rauental soll zu einem kleinen „Rauentaler Mühlenpark“ entwickelt werden. An der Rosenau in Oberbarmen wurde der beliebte „Wupperstrand“ ausgebaut. Der Spielplatz am Matagalpa-Ufer erlaubt einen schönen Blick. An der Junior-Uni ist ein neuer Zugang entstanden, der Unterrichtszwecken dient. Westlich des Robert-Daum-Platzes hat die Firmengruppe Küpper als Investor den Fluss umgestaltet und einen Wupperweg angelegt. Im Abschnitt Rutenbeck gibt es vier Zugänge und Parkbänke mit Blickbeziehung zur Wupper.

Im Zuge des Förderprogramms „Regionale 2006“ wurden am Beer-Sheva-Ufer, South-Tyneside-Ufer, Arbeitsamt Hünefeldstraße, Helene-Stöcker-Ufer und Islandufer attraktive Zugänge und Balkone angelegt. Für sein Ressort Umweltschutz zeigt sich Reinhard Gierse stolz: „Durch Wupperverband, Stadt und Land sind schöne Erlebnisorte entstanden, obwohl die finanziellen Mittel begrenzt sind.“

Dass sich seit zwei Jahren der Verein „Neue Ufer Wuppertal“ mit dem Jahrhundertwerk beschäftigt, sieht die Stadt nicht als Wettbewerb, sondern wünscht und praktiziert Partnerschaft. Gierse: „In unserer Verwaltung gibt es viele Menschen, die mit Engagement und Herz für diese Stadt arbeiten!“

Neue Ufer Wuppertal mobilisiert Partner, die Ufergeländer streichen, Bruthäuser bauen und das Flutufer neu gestalten halfen. Nach dem Motto „Lasst uns an den Fluss gehen“ empfindet sich der Verein als Lokomotive für den Stadtfluss der Zukunft: Nähe, Anfassen, Sichtbarkeit, Berührbarkeit, und Aufenthaltsqualität.

WR00_neue_ufer_WupperpatenOberbürgermeister Andreas Mucke ist den 500 Wupperpaten von Herzen dankbar.
Foto: Neue Ufer

Etappe 1: 15. Juli, 14 Uhr, Kinderhaus Luise Winnacker, Rutenbecker Weg 159 – Heizkraftwerk Elberfeld, Strecke 4 Kilometer, ÖPNV: Schwebebahnstation Sonnborn, Stationen: Wupperinsel, Sonnborner Ufer, Zooviertel.
Bericht & Bilder der Wuppertaler Rundschau

Etappe 2: 22. Juli, 14 Uhr, Gutenbergplatz – Döppersberg, Strecke 3 Kilometer, ÖPNV: Schwebebahnstation Pestalozzistraße, Stationen: Arrenberg, Wupperweg am Robert-Daum-Platz, oberes Wupperufer, Döppersberg.

Etappe 3: 29. Juli, 14 Uhr, Brausenwerther Brücke – Loh, Strecke 3,6 Kilometer, ÖPNV: Schwebebahnstation Döppersberg/Hauptbahnhof, Stationen: Flutufer, Flutgraben, Hünefeldstraße, Matagalpaufer.

Etappe 4: 5. August, 14 Uhr, Junioruni – Oberbarmen/Berliner Platz, Strecke 3,5 Kilometer, ÖPNV: Schwebebahnstation Loher Brücke/Junioruni, Stationen: Junioruni, Unterdörnen, Alter Markt, Uferstraße, Pfälzer Steg, Rosenau.

Etappe 5: 12. August, 14 Uhr, Berliner Platz – Kemna/Herbringhauser Bach, Strecke 5,8 Kilometer, ÖPNV: Schwebebahn-/Busbahnhof Oberbarmen, Stationen: Rauental, Alter Lenneper Weg, Laaker Teich.

Etappe 6: 19. August, 14 Uhr, Kemna/Herbringhauser Bach – Beyenburg, Strecke 5,2 Kilometer, ÖPNV: Bushaltestelle Kemna-Brücke, Linien 616/626; Stationen: Weiße Brücke, Herbringhauser Bach, Ex-Steinbruch, ehemalige Mülldeponie, Eisenbahntrasse, Erfurt, alte Heerstraße, Fischtreppe, Stausee. Durch Beyenburg führt Heinz-Werner Putzke vom Bürgerverein Beyenburg.

Projektpartner der Wuppertaler Rundschau, für die Klaus-Günther Conrads die Sommertour begleitet, sind der Verein Neue Ufer Wuppertal, Stadt Wuppertal, Wupperverband und der Deutsche Alpenverein.

Weitere Informationen online: www.wuppertal.de; www.neue-ufer-wuppertal.de.

Offene Gartenpforte in Wuppertal

Gartenpforte Giesen
Egbert und Sabine Giesen schufen das Symbol für die „Offene Gartenpforte“ in Wuppertal!

Ob ländlicher Bauerngarten oder grüne Stadt-Oase, weitläufiger Privatpark oder kleiner Reihenhausgarten, die Aktion „Offene Gartenpforte“ zeigt nun schon seit einigen Jahren, wie vielfältig und ideenreich die private Gartenkultur im Rheinland ist. Die zunehmende Beliebtheit der offenen Gärten zeigt sich durch die jährlich wachsenden Besucher- und Teilnehmerzahlen, sowie viel positive Resonanz. Offene Gartenpforte in Wuppertal weiterlesen

Park des Monats Mai: Der Vorwerkpark

„In der Geschichte der deutschen Gartenkunst nimmt der Vorwerk-Park eine Sonderstellung ein. Kommerzienrat Adolf Vorwerk (1853–1925) schuf um 1900 eine weitläuige Parkanlage an einem ungewöhnlichen Ort – in einem Steinbruch, aus dem zuvor Baumaterial für das Villenviertel „Am Toelleturm“ gewonnen worden war. Nach den Vorstellungen des Industriellen wurden dieser ehemalige Steinbruch und das angrenzende Gebiet in einen Landschatspark verwandelt. Die in diesem Gelände vorhandenen großen Höhenunterschiede, die Felsen, der Bachlauf und die Kulturlandschaft – Wald, Wiesen, Auen – bezog Adolf Vorwerk in seine Gestaltung ein.“

Rollei Digital Camera

„Seit der Jahrtausendwende (inoffiziell 2001, offiziell 31. Mai 2003) ist der Vorwerk-Park für die Öfentlichkeit zugänglich. Für seine Erhaltung und Plege sorgt die Adolf-Vorwerk-Stitung (…) Im Zuge der Öfnung mussten Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit durchgeführt werden. Die Veränderungen entsprachen jedoch nicht immer gartendenkmalplegerischen Zielsetzungen, denn es wurden beispielsweise historische Wege im Felsengarten gesperrt, die seither zunehmend von Wildwuchs bedeckt werden.“

Infos zur Führung am 15. Mai mit Annette Berendes (Stadt Wuppertal)

Den ganzen Artikel können sie hier lesen:

plan-vorwerkpark
Das Schild muss dringend gereinigt werden!

stadtansicht

Park des Monats – Führungen durch Wuppertals grüne Anlagen

In Wuppertal und seiner grünen Umgebung laden Parkanlagen, Gärten und Wälder zu jeder Jahreszeit zu erholsamen Wanderungen und Spaziergängen ein und eignen sich zu eigenen Entdeckungstouren. Doch manche verborgene Schönheit erschließt sich erst bei oder nach einer Führung, denn man sieht nur, was man weiß.

2016 startet das Netzwerk „Wuppertals grüne Anlagen“ deshalb diese Veranstaltungsreihe, um den Blick der Bürgerinnen und Bürger auf die Stadtgeschichte und die Naturschönheiten links und rechts der Wupper zu lenken. Das Programm spannt einen weiten Bogen von der landschaftlichen Gestaltung zur Stadtökologie, von versteckt gelegenen Spuren der Geschichte zu Orten der täglichen Freiraumnutzung.

Aber sehen Sie selbst!

Gutes Wetter zu jeder Jahreszeit  wünschen
Klaus-Günther Conrads & Michael Felstau

Nachschlag zum Park des Monats Februar – Barmer Anlagen

Der zweitgrößte Bürgerpark Deutschlands (100 ha) gehört bis heute dem Barmer Verschönerungsverein. 1863 begründete Joseph Clemens Weyhe die landschaftliche Gestaltung mit offenen Wiesen und Teichen, exotischen Solitärbäumen und Alleen am Barmer Südhang. Vielerorts, besonders vom Toelleturm, öffnen sich  weite Ausblicke.  Ehrenfriedhof  Barmen und Vorwerkpark liegen in der Nachbarschaft. Mit der Neugestaltung der alten Bergbahntrasse gibt die Regionale 2006 der denkmalwürdigen  Parkanlage interessante Impulse.

Führungen

Literatur & Linktipps Nachschlag zum Park des Monats Februar – Barmer Anlagen weiterlesen

Parkanlagen des Monats Oktober & November – Friedhöfe

Die Stadt Wuppertal zählt insgesamt mehr als 50 Friedhöfe auf ihrem Stadtgebiet. Einen zentralen Großfriedhof gibt es nicht; keiner der Friedhöfe ist größer als 16 Hektar. Dies ist vor allem durch die topographischen Gegebenheiten bedingt, die die Anlage größerer Begräbnisstätten erschweren. Fast alle Friedhöfe Wuppertals werden konfessionell verwaltet, während die in anderen deutschen Großstädten üblichen kommunalen Friedhöfe in Wuppertal die Ausnahme darstellen. Dies hat seine Ursprünge in der Stadtgeschichte Wuppertals: Bereits seit Jahrhunderten zeichneten sich Elberfeld und Barmen, die sich 1929 zu Wuppertal zusammengeschlossen haben, durch eine Vielzahl von verschiedensten Religionsgemeinschaften aus. Ein weiterer Grund war der rasante Bevölkerungswachstum während der Gründerzeit, was wiederum den Bedarf an Bestattungsfläche steigerte und im 19. Jahrhundert zur Entstehung immer weiterer Friedhöfe der verschiedenen Religionsgemeinden der Stadt führte.

Quellen und Linkempfehlungen Parkanlagen des Monats Oktober & November – Friedhöfe weiterlesen